Wir lachen nicht mit Feinden!

Allgemein, Entspannung, Inspiration
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Ich bin ja ehrlich gesagt kein großer Fan von Fasching und Verkleidungen.
Das liegt vielleicht daran, dass ich zu meiner aktiven Zeit als Schauspieler einmal 60 Vorstellungen von Pippi Langstrumpf innerhalb von nur 6 Wochen gespielt habe, inklusive 3 Kostümwechsel pro Aufführung!
Aber es hat großen Spaß gemacht und das Lachen der Kinder war jedes Mal auf’s Neue ansteckend, wie die Windpocken.

Darüber möchte ich heute schreiben:
Lachen ist ansteckend und gesund, das ist wissenschaftlich erwiesen!

“Gelotologie” (von griech. γέλως gélōs „Lachen) ist die Wissenschaft der Auswirkungen des Lachens. Sie beschäftigt sich mit den körperlichen und psychischen Aspekten des Lachens. – Wikipedia –

Was passiert in unserem Körper wenn wir lachen?
Wenn wir etwas lustig finden und zu lachen beginnen, werden in unserem Körper viele gesunde Vorgänge in Bewegung gesetzt und der Stresslevel sinkt.
Stress ist nichts anderes als der Alarmzustand des Körpers und Lachen vermittelt unserem Bewusstsein: Keine Gefahr in Verzug!

Unser parasympathisches Nervensystem wird aktiviert und eine Reihe von Botenstoffen folgen. Der Spiegel unseres Glückshormons Serotonin geht nach oben, der des Stresshormons Cortisol nach unten.
Da Serotonin zur Gruppe der Endorphine gehört, wirkt Lachen sogar schmerzlindernd.
Der Blutdruck fällt, die Atemfrequenz, und damit die Versorgung mit Sauerstoff, steigt und das Immunsystem wird aktiviert. Die Körperpolizei rückt mit der vollen Mannschaft aus (Gamma-Interferon, T-Lymphozyten, Antikörper…) und es wird sogar HGH, ein Wachstumshormon gebildet.

Die kurze Aktivitätssteigerung regt den Stoffwechsel also ordentlich an, und das Lachen verstärkt das positive Denken!
Klingt nicht schlecht, oder?

“Wir lachen nicht mit Feinden!”

Jetzt lasst uns mal zum Flirten kommen!
Was machen wir, wenn wir jemandem zum ersten Mal begegnen und großen Gefallen an dem finden, was wir da sehen?
Richtig, wir lächeln!
Manche machen das in einer nahezu hysterischen Art und Weise, aber immer noch besser als grimmig in den Raum zu blicken.

Wir lächeln uns an, die Damen legen dazu noch gerne den Kopf zur Seite, um ihre Schutzlosigkeit zu signalisieren und der Mann versucht die Frau zum Lachen zu bringen.

Wenn man die Singleportale so durchgeht, wird gerne Humor als wichtigste Eigenschaft beim Partner genannt. Gutaussehend und wohlhabend ist angeblich gar nicht so wichtig, es gibt also Hoffnung!

Da nur eine Minute Lachen so erfrischend sein soll, wie ein 45 minütiges Entspannungstraining, füge ich hier ein kurzes Video ein.
Baby Laughing https://www.youtube.com/watch?time_continue=37&v=RP4abiHdQpc

Noch ein paar Facts zum Weiterschmunzeln:

-Wenn wir unverhofft loslachen, erreicht die ausgestoßene Luft eine Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h. Nur beim Niesen  geht’s schneller.
-Wenn wir uns vor Lachen krümmen, können an die 100 Muskeln angespannt werden, alleine 18 im Gesicht.
-Im deutschsprachigen Raum gibt es an die 2000 Lachtherapeuten.
-Für alle Schwindler: Ein “echtes”Lächeln beginnt immer symmetrisch, beide Mundwinkel ziehen sich gleichzeitig nach oben.

Tipps:

Lächel soviel du kannst – auch wenn dir gar nicht danach ist!
Durch die Stellung der Gesichtsmuskulatur beim Lachen gibt der Nervus Trigeminus dem Körper das Kommando zur Entspannung. Die Botschaft an den Körper lautet ganz einfach: “Kein Feind in Sicht, Kampfbereitschaft einstellen!”

Für Führungskräfte und Eltern:
Seid euch eurer Vorbildwirkung bewusst! Ein gestresstes Alpha-Tier vermittelt seiner Herde ständige Gefahr und Alarmbereitschaft. Humor und ein ehrliches Lachen gibt Sicherheit und “strahlt” Souveränität aus!

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Von Natur aus neugierig!

Allgemein, Inspiration

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“Muss das denn sein?” – dachte ich mir, als mein damals 4-jähriger Sohn wieder einmal eine (natürlich kompostierbare, mit Fairtrade-Biokaffee gefüllte) Kaffeekapsel zerlegte und das Kaffeepulver in der ganzen Küche verteilte, nachdem das Experiment mit der Wunderkerze in der Mikrowelle so gut geklappt hatte.

Neugier ist der Antrieb der Evolution!  vs.  “Curiosity Killed the Cat” 

Wenn ich Neugier als Voraussetzung für Anpassungsfähigkeit umschreibe, scheint bereits ein anderes Licht auf meine Eingangsfrage, ob Neugier wirklich sein muss. Und ja, Neugier muss sein, denn ohne sie wären wir heute alle nicht hier!

Vor ungefähr 70 bis 100 Millionen Jahren, als die ersten Säugetiere versuchten den Dinosauriern zu entkommen, war die Neugier zwar oft tödlich, aber die einzige Möglichkeit rauszufinden, wie Überleben funktioniert. Unsere Vorfahren begannen aus ihren selbst gemachten Erfahrungen zu lernen oder das Verhalten ihrer Artgenossen zu beobachten. Aufgrund der relativ großen Zahl Anzahl an Nachkommen, war der neugierige Verlust von ein paar Kollegen durchwegs zu verkraften. Man konnte also immer wieder ein Familienmitglied opfern und aus seinem Fehlverhalten lernen, ohne den Fortbestand der Herde zu riskieren. Neugier kann getrost als Grundverlangen von uns Säugetieren verstanden werden.

Zum Glück ist das menschliche Gehirn (bei den meisten von uns) heute soweit entwickelt, dass wir keine Nachkommen mehr opfern müssen. Allerdings ist es immer noch ratsam aus dem Fehlverhalten anderer zu lernen.

Und waren es nicht die Fressfeinde, so mussten wir uns im weiteren Verlauf der Evolution an eine sich ständig verändernde Umwelt anpassen. Neugier ist die Basis der Entwicklung und die Grundvoraussetzung jeglicher großer Innovation auf diesem Planeten. (Ob’s auf anderen Planeten auch so ist, wird wahrscheinlich keiner von uns je erfahren, außer Elon Musk!)

Ohne Mut und Selbstvertrauen ist Neugier fast unmöglich. Und genau da müssen wir ansetzen, bei unseren Kindern, in den Schulen, in Unternehmen und bei der Mitarbeiterführung.

Neugier ist ansteckend!

Der größte Feind der Neugier sind nämlich nicht (nur) die schlechten Erfahrungen an sich sondern die Angst, solche zu machen. Wie oft hat unser Verhalten wirklich zu lebensbedrohlichen Situationen geführt? Wie oft haben wir uns zu weit aus dem Fenster gelehnt? Während wir versuchen unseren Kindern die Sicherheit zu geben, dass ihnen nichts passieren kann, empfinden wir selbst die Gefahr als größer denn je zuvor. Auch wenn wir rational wissen, dass die Gefahren nicht real sind, lassen uns Horrorszenarien aus den Medien und Zukunftsangst schlecht schlafen.
Schlimmer noch: Wir verlieren unsere Neugier!
Und nochmal schlimmer: Wir werden zu ängstlichen Vorbildern für unsere Umwelt.

Tipps:

Erinnere dich daran, dass wir das Verhalten unserer Kollegen beobachten und beurteilen. Umgib dich mit einer positiven, angstfreien Herde!

“Wir sind der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen wir die meiste Zeit verbringen!” -Tony Robbins –

Muss die letzte Nachricht des Tages ein Bild des Schreckens aus der Tagesschau sein?
Lies’ stattdessen ein Kapitel aus der Biografie eines erfolgreichen Menschen.
Gehe mit positiven, motivierenden Gedanken ins Bett!

Egal wo du deine Neugier auslebst, im Beruf, bei deinen Hobbys, auf Reisen oder einfach beim Spielen. Neugier muss zur Routine werden!