Dopamin – best drug ever!

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Du nimmst Dir etwas vor, etwas ziemlich Anstrengendes, Forderndes… und es gelingt! Du stehst vor dem Ergebnis deiner Arbeit und fühlst dich so richtig gut.
Irgendwie, wie auf Drogen!
Allerdings könnte dir kein Undercover-Polizist etwas Unerlaubtes nachweisen und auf die Frage, ob du etwas eingenommen hast, könntest du mit bestem Gewissen antworten: “Belohnungshormone, selbstgemacht!”

Um genauer zu sein, ein Endorphin namens Dopamin. Richtig guter Stoff, kostenlos, aber man muss sich dafür anstrengen… oder Schokolade essen! (mehr dazu in einem meiner nächsten Posts.)

Dopamin – Das Durchhaltehormon

Evolutionär gesehen wäre es fatal gewesen, nach dem ersten Scheitern das Handtuch zu werfen. Hätte eine Niederlage oder Verletzung bei der Jagd zur Aufgabe der Anstrengungen geführt, hätten unsere Vorfahren keine nachhaltige Jagdstrategie entwickelt, wir hätten nie das Feuer entdeckt und wären sicher nicht auf dem Mond gelandet. Wahrscheinlich wären wir in einem sehr frühen Entwicklungsstadium stecken geblieben und heute gar nicht hier.
Die Natur musste also vorbauen und hatte einen genialen Einfall.

Was, wenn ich den Menschen einen Botenstoff gebe, der sie hungrig nach Erlebnissen macht? Was, wenn sie umso mehr davon bekommen, je ungewisser der Ausgang einer Situation ist?
Dieser Botenstoff heißt Domamin und löst über eine kleine Hirnstruktur namens ‘Nucleus Accumbens’ das Verlangen nach Glück aus.
Dopamin steht für die Vorfreude und kann über mehrere Zwischenstufen in Morphium umgewandelt werden. Aus Vorfreude entsteht dann Freude, die Blutgefäße weiten sich, der Blutdruck sinkt, die Atmung wird ruhiger und wir fühlen uns gut bis unbesiegbar.

“Ich hatte vom Feeling her ein gutes Gefühl!” – Andreas Möller – 

Um diesen Zustand zu erreichen müssen wir allerdings 3 Dinge beachten:
Wir brauchen ein klares Ziel, eine Herausforderung und zeitnahes Feedback, wozu unsere Anstrengung geführt hat.
Viele Menschen empfinden ihre Arbeit nicht als herausfordernd genug, sind sogar gelangweilt von ihrem Job. Frustration und Lustlosigkeit stellen sich ein, das Gegenteil von Motivation.
Umgekehrt gibt es scheinbar langweilige Tätigkeiten, die irgendwie Spaß und zufrieden machen.
Rasenmähen zum Beispiel folgt genau dem beschriebenen Prinzip: Ziel, Herausforderung und direktes Feedback zur geleisteten Arbeit. Vorne lang, hinten kurz – das war ich!

“Bei Umfragen zur Arbeitszufriedenheit schneiden Friseure sehr gut ab” – von mir –

Handwerkliche oder produzierende Berufe haben haben einen riesigen Vorteil; Das Arbeitsergebnis ist sichtbar!
Wenn du im Büro an deinem Rechner sitzt und ein Tag dem anderen gleicht, dein Kalender ständig überbucht wird und sich die To-Do-Listen verlängern anstatt zu verkürzen, ist es kein Wunder, wenn du deine Arbeit als unbefriedigend empfindest.
Wir müssen uns ein System zurecht legen, das uns unseren Arbeitsfortschritt wortwörtlich vor Augen führt. Wir müssen sehen, was wir geleistet haben!
Daran zu denken ist nicht schlecht, reicht aber meistens nicht.
Listen abhacken, Post-Its zerknüllen… du wirst spüren, was für einen Unterschied das macht!

“Du musst sehen wofür Du Dich angestrengt hast!”

Tipps

Mach’ es dir nicht zu einfach – unsere Arbeit muss uns fordern und anstrengend sein!

Starte deinen Tag mit einer kleinen, bewältigbaren Aufgabe, einem ‘Quick Win’!

Zerlege deine Arbeit in kleinere Abschnitte, lerne, dir selbst Feedback zu geben und finde ein System um dieses auch sichtbar zu machen. Dabei geht es nicht um eine Bewertung – gut oder schlecht – sondern um das Schaffen eines Bewusstseins für das Geleistete. Ich wette, es ist mehr als du denkst!

Finde Freizeitbeschäftigungen, die dem Rasenmäherprinzip folgen: Gartenarbeit, Handwerken, …

 

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Intervallfasten – 16:8 ist kein Bildschirmformat!

Allgemein, Ernährung, Life Hacks

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An meinen ersten Tagen im Superhero Retreat ist mir aufgefallen, dass fast keiner meiner Helden zum Frühstück erschien…

16:8 ist zwar kein Bildschirmformat, kann das körperliche Verhältnis von Höhe zu Breite jedoch durchwegs positiv in Richtung Schlankheit verändern! – von mir –

Was hat es mit diesem ominösen Intervallfasten nun wirklich auf sich?
Nehmen wir ab? Leben wir gesünder? Werden wir älter?

Nun – alles stimmt! Allerdings wurden die meisten Forschungsergebnisse im Tierversuch erbracht und sind damit nicht immer direkt auf den Menschen übertragbar. Erfahrungsberichte und Laborwerte bei Menschen sprechen jedoch eine eindeutige Sprache: Es dürfte auch bei uns Menschen bestens funktionieren!

Das 16:8 steht für einen Tag, an dem die Nahrungsaufnahme auf 8 Stunden begrenzt wird. Danach bekommt die Verdauung 16 Stunden Pause und der Körper dankt uns diese mit vielen gesundheitlichen Vorteilen. Obwohl es keinen Unterschied macht ob wir das Frühstück oder das Abendessen ausfallen lassen. Man muss das auch nicht täglich machen!

Warum genau 16:8?

Nun, es gibt auch die 18:6 oder 20:4 Regel und selbst das 16:8 muss nicht exakt eingehalten werden. Aber bevor sich das hier liest wie die Fußballergebnisse bei der F-Jugend, gehe ich ein bisschen genauer auf das Timing ein.

5-6 Stunden dauert es bis die Nährstoffe aus der Blutbahn verbraucht sind. Dann leeren wir die Kurzzeitspeicher und der Körper muss an die eiserne Reserve, die Fettdepots. Ab diesem Zeitpunkt können sich die Darmbakterien regenerieren und außerdem beginnt der Körper nach ungefähr 12 Stunden mit Autophagie, der zelleigenen Müllabfuhr.

Autophagie

Autophagie bezeichnet den Prozess, mit dem Zellen eigene Bestandteile abbauen und verwerten. Das reicht von funktionsunfähigen Proteinen bis zum Abbau alter Zellbestandteile.
Die Autophagie dürfte in den evolutionären Mangelzeiten geholfen haben, Energie zu sparen.

Ähnlich wie bei (den meisten von) uns, findet bei den Darmbakterien während der Arbeitszeit keine Vermehrung statt. Wenn unsere Darmbakterien dann endlich keine Nahrung mehr aufspalten müssen, können sie sich ihrer Vermehrung widmen und das gibt unserer Verdauung zusätzlich Kraft.

Ein weiteres Enzym, das während des Fastens gebildet wird, nennt sich Telomerase. Dieses Enzym stellt die Endstücke der Chromosomen wieder her und verlängert somit die Lebensdauer unserer Zellen.
Laut momentanem Wissensstand ist die Telomerase nicht in allen Zellen aktiv, jedoch z.B. in unseren Immunzellen. Weiter gedacht, stärkt das Intervallfasten also auch unsere Körperabwehr.

Ich finde, all das klingt nicht schlecht, oder?

Tipps:

Lass’ das Frühstück oder Abendessen erstmal an einem Tag in der Woche ausfallen, so hast du nicht das Gefühl, von heute auf morgen alles ändern zu müssen. Auch wenn dir die 16 Stunden ohne Essen zu Beginn zu lange vorkommen, taste dich langsam heran.
Du wirst jedoch schnell merken, dass du auch mit längeren Essenspausen viel Energie hast und dich besser und besser fühlst.

Jetzt erwähne ich noch, dass Intervallfasten die entzündlichen Prozesse im Körper verringert und … lets go!

 

Wir lachen nicht mit Feinden!

Allgemein, Entspannung, Inspiration
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Photo by Ben White on Unsplash

Ich bin ja ehrlich gesagt kein großer Fan von Fasching und Verkleidungen.
Das liegt vielleicht daran, dass ich zu meiner aktiven Zeit als Schauspieler einmal 60 Vorstellungen von Pippi Langstrumpf innerhalb von nur 6 Wochen gespielt habe, inklusive 3 Kostümwechsel pro Aufführung!
Aber es hat großen Spaß gemacht und das Lachen der Kinder war jedes Mal auf’s Neue ansteckend, wie die Windpocken.

Darüber möchte ich heute schreiben:
Lachen ist ansteckend und gesund, das ist wissenschaftlich erwiesen!

“Gelotologie” (von griech. γέλως gélōs „Lachen) ist die Wissenschaft der Auswirkungen des Lachens. Sie beschäftigt sich mit den körperlichen und psychischen Aspekten des Lachens. – Wikipedia –

Was passiert in unserem Körper wenn wir lachen?
Wenn wir etwas lustig finden und zu lachen beginnen, werden in unserem Körper viele gesunde Vorgänge in Bewegung gesetzt und der Stresslevel sinkt.
Stress ist nichts anderes als der Alarmzustand des Körpers und Lachen vermittelt unserem Bewusstsein: Keine Gefahr in Verzug!

Unser parasympathisches Nervensystem wird aktiviert und eine Reihe von Botenstoffen folgen. Der Spiegel unseres Glückshormons Serotonin geht nach oben, der des Stresshormons Cortisol nach unten.
Da Serotonin zur Gruppe der Endorphine gehört, wirkt Lachen sogar schmerzlindernd.
Der Blutdruck fällt, die Atemfrequenz, und damit die Versorgung mit Sauerstoff, steigt und das Immunsystem wird aktiviert. Die Körperpolizei rückt mit der vollen Mannschaft aus (Gamma-Interferon, T-Lymphozyten, Antikörper…) und es wird sogar HGH, ein Wachstumshormon gebildet.

Die kurze Aktivitätssteigerung regt den Stoffwechsel also ordentlich an, und das Lachen verstärkt das positive Denken!
Klingt nicht schlecht, oder?

“Wir lachen nicht mit Feinden!”

Jetzt lasst uns mal zum Flirten kommen!
Was machen wir, wenn wir jemandem zum ersten Mal begegnen und großen Gefallen an dem finden, was wir da sehen?
Richtig, wir lächeln!
Manche machen das in einer nahezu hysterischen Art und Weise, aber immer noch besser als grimmig in den Raum zu blicken.

Wir lächeln uns an, die Damen legen dazu noch gerne den Kopf zur Seite, um ihre Schutzlosigkeit zu signalisieren und der Mann versucht die Frau zum Lachen zu bringen.

Wenn man die Singleportale so durchgeht, wird gerne Humor als wichtigste Eigenschaft beim Partner genannt. Gutaussehend und wohlhabend ist angeblich gar nicht so wichtig, es gibt also Hoffnung!

Da nur eine Minute Lachen so erfrischend sein soll, wie ein 45 minütiges Entspannungstraining, füge ich hier ein kurzes Video ein.
Baby Laughing https://www.youtube.com/watch?time_continue=37&v=RP4abiHdQpc

Noch ein paar Facts zum Weiterschmunzeln:

-Wenn wir unverhofft loslachen, erreicht die ausgestoßene Luft eine Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h. Nur beim Niesen  geht’s schneller.
-Wenn wir uns vor Lachen krümmen, können an die 100 Muskeln angespannt werden, alleine 18 im Gesicht.
-Im deutschsprachigen Raum gibt es an die 2000 Lachtherapeuten.
-Für alle Schwindler: Ein “echtes”Lächeln beginnt immer symmetrisch, beide Mundwinkel ziehen sich gleichzeitig nach oben.

Tipps:

Lächel soviel du kannst – auch wenn dir gar nicht danach ist!
Durch die Stellung der Gesichtsmuskulatur beim Lachen gibt der Nervus Trigeminus dem Körper das Kommando zur Entspannung. Die Botschaft an den Körper lautet ganz einfach: “Kein Feind in Sicht, Kampfbereitschaft einstellen!”

Für Führungskräfte und Eltern:
Seid euch eurer Vorbildwirkung bewusst! Ein gestresstes Alpha-Tier vermittelt seiner Herde ständige Gefahr und Alarmbereitschaft. Humor und ein ehrliches Lachen gibt Sicherheit und “strahlt” Souveränität aus!