Durchatmen!

Allgemein, Entspannung, Inspiration, Regeneration

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Der letzte Freitag vor Weihnachten und es gibt noch richtig was zu tun bevor wir endlich (hoffentlich) zufrieden durchatmen können.
Ich würde vorschlagen, das schon jetzt zu tun! Mehrmals täglich 😉

Hier im Superhero Retreat atmet man automatisch tief durch, nachdem man die 18 Stufen bis hinauf zur Terrasse bewältigt hat. Dem gegenüber steht nur der atemberaubende Anblick einer wunderschönen Landschaft!

Wie auch immer sich der freie Sauerstoff als Lebensspender auf unserem Planeten geschwindelt hat, das irdische Leben muss atmen, tief durchatmen!

“Every Breath you take, every move you make…” – Sting & The Police –

Wenn ich als Coach zum tiefen Durchatmen auffordere, geht es allerdings weniger darum, Sauerstoff in unsere Zellen zu pumpen, als durch bewusste Atmung unsere Entspannung und Gesundheit zu unterstützen.

Wie atmest du, wenn du erschrickt? Schnell und flach!
Wie atmest du, wenn dir eine Prüfungsfrage gestellt wird? Schnell und flach!
Und ich traue mich zu sagen, auch beim Abarbeiten der Weihnachtsliste wird nicht all zu tief in den Bauch geatmet.
Das ist ganz normal. Dadurch versuchen wir so schnell wie möglich Sauerstoff in den Körper zu pumpen. Aber es ist nicht entspannend!

Unser Atem ist von Tag zu Tag unterschiedlich, man sagt, kein Atemzug gleicht dem anderen, ähnlich wie es keine gleichförmigen Steine gibt.
20.000 Atemzüge in 24 Stunden! 10.000 Liter Luft saugen wir täglich in unsere Lungen und atmen sie wieder aus. Das Atmen läuft von selbst, wir brauchen nicht daran zu denken. Aber ebenso, wie unser vegetatives Nervensystem unbewusst unseren Atem steuert, können wir Einfluss auf unser vegetatives Nervensystem und somit auf unseren Stresslevel nehmen.

Der Atem gilt schon seit tausenden von Jahren als Manifestation der Lebensenergie und ist unsere einzige Möglichkeit, direkten Einfluß auf das vegetative Nervensystem zu nehmen. Vielleicht wird der Atem auch deshalb in verschiedenen Religionen als etwas Göttliches beschrieben. Die Yogis unter euch hören wahrscheinlich öfters so klingende Namen, wie Chi oder Prana.

Wissenschaftlich gesehen hat eine Atemfrequenz von 6 Atemzügen in der Minute die entspannendste Wirkung auf unser Nervensystem. Um genau zu sein, solltest du 4 Sekunden lang einatmen und 6 Sekunden lang ausatmen. Bei diesem Takt synchronisieren sich unser Atem und unsere Hirnwellen und es tritt bereits nach 2 Minuten  eine messbare Entspannung ein.

Das sollten wir uns zu Nutze machen!!!

Tipp:

Versuche den Stress aus dem Alltag zu nehmen und mache zwei geplante Pausen täglich – eine vormittags und eine am Nachmittag.
Atme für mindestens 2 Minuten bewusst im 4 zu 6 Sekunden – Rhythmus ein und aus!

… und verbinde diese Übung mit einem Becher Glühwein am Christkindlmarkt!

Every Earthling needs Earthing!

Allgemein, Entspannung, Regeneration

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Es ist ein wunderschöner Abend im Superhero-Retreat, ein Sonnenuntergang wie gemalt, ein kühler Wind streicht durch die Bäume und einige unserer Superhelden machen ihren Abendspaziergang. Manche von ihnen barfuß!
Deswegen wirken die Jungs und Mädels so entspannt und geerdet! …

“Walk as if you are kissing the earth with your feet!” – Thich Nhát Hanh –

Aber bevor euch das Ganze hier zu “wuwu” erscheint, lasst mich wissenschaftlicher werden und etwas über die Wirkung des Kontaktes zur Erdoberfläche schreiben.
Eigentlich ist es ja altes Wissen, dass der Aufenthalt in der Natur und da besonders der Kontakt zur Erdoberfläche, eine positive Wirkung auf uns Menschen hat. Kneippkuren, das Schwimmen im Meer oder einem kalten Gebirgssee, aber auch das Barfuß-Gehen.
Wie immer kommt die Wissenschaft hinterher und möchte dieses Empfinden auch messen. Mit erstaunlichen Ergebnissen: Zum Beispiel reagiert unser vegetatives Nervensystem innerhalb weniger Sekunden auf die Körpererdung und es kommt zu einer messbaren Entspannung. Regelmässiger Erdkontakt verringert sogar Entzündungen und Schmerzen, besagen Studien.

Diese Erdverbundenheit war über Jahrtausende hinweg gegeben. Menschen liefen immer barfuß oder in Schuhen aus natürlichen Materialien. Erst mit der Erfindung der Kunststoffe ging der Kontakt zur Erde verloren und wir begannen Bäume zu umarmen.

Was ist denn nun diese Erdung?
Man kann sich das wie einen Blitzableiter vorstellen. Elektrische Felder oder elektrostatische Aufladungen fließen bei Kontakt zur Erde. Dieser Kontakt wird von uns durch, zugegeben meist sehr stylische, Schuhe unterbunden. Selbst im Schlaf liegen wir isoliert von der natürlichen Erdung. Wir können uns nicht mehr “entladen”, sagt der Schlafforscher Prof. Dr. Amann-Jennson.

Ich möchte den elektrischen Strom in keinster Weise missen, das uns umgebende elektromagnetische Feld (EMF) hat sich jedoch total verändert. Zuerst war es nur der relativ niederfrequente elektrische Strom, der in die Häuser gebracht wurde, inzwischen gibt es unzählige Quellen (WLAN, Handy, Bildschirme…), die für uns unnatürliche Strahlung verursachen. Momentan wird heftig über die möglichen Gefahren des 5G-Netzes diskutiert.

Wenn man einen Luftballon an einem Kleidungsstück reibt, wird er magnetisch und wir können ihn an die Wand “kleben” und manchmal bekomme ich einen kleinen Stromschlag, wenn ich eine Türklinke anfasse. Das zeigt, wie “aufgeladen” wir sind, unter anderem durch die von uns getragene Textilien.
Über Erdkontakt (Earthing) können wir diese Blitze ableiten!

Obwohl man all das kontrovers diskutieren kann, schadet es auf keinen Fall, so viel wie möglich barfuß zu laufen. Im Gegenteil, auch dein Orthopäde wird sich freuen 😉

Tipps:

Versuche öfters barfuß zu gehen oder hänge deine Füsse ins kalte Wasser eines Baches oder Sees. Für die Großstädtler wird das etwas schwieriger, aber vielleicht findet ihr immer wieder eine Möglichkeit, euch zu “entladen.”

Wer schlecht einschlafen kann, könnte vor dem Schlafengehen versuchen noch ein paar Schritte durch die Wiese zu laufen. Es ist auf alle Fälle entspannender als noch ein letztes Mal eure Emails zu checken! 😉

Burnout – ein Wasserproblem?

Allgemein, Ernährung, Regeneration

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Ich weiß, die Überschrift ist etwas “catchy”, aber wenn wir Burnout einmal vereinfacht als eine chronische Erschöpfung beschreiben, dann spielt der Flüssigkeitshaushalt dabei eine nicht unwichtige Rolle.
Ich stelle mir also wirklich die Frage: In wie weit spielt ‘zu wenig trinken’ eine Rolle bei der Entstehung eines Erschöpfungszustandes?

Der nachfolgende Text ist in keinster Weise eine wissenschaftliche Abhandlung, ich wäre viel eher gespannt auf euer Feedback, wie eure Trinkgewohnheiten (Wasser!) euer Wohlbefinden und eure Leistung beeinflussen?

Lasst mich einmal Dehydrierung (Dehydration) und Stress auf Zellebene vergleichen.
Unser Körper besteht zu einem Großteil aus Wasser, oder besser, beinhaltet hauptsächlich Wasser. Wir wissen, dass unsere Zellen ohne Wasser nicht funktionieren.
Alles was rein oder raus muss, braucht Wasser als Transportmittel. Ernährung, Entgiftung, alles hängt davon ab, ob wir genügend trinken.
Aber selbst unsere Mitochondrien, unsere Zellkraftwerke, arbeiten mit der Ladung von Wasser. Wir wissen zum Beispiel, dass Schwermetalle unsere Mitochondrien schädigen und für Ermüdungszustände bis hin zu Krankheit verantwortlich sind.
Warum also nicht Wassermangel?
Ähnlich einemWasserkraftwerk in der Trockenzeit, wird die Ausbeute an Energie bei Flüssigkeitsmangel überschaubar sein.

Unsere Zellen brauchen Wasser schon alleine um ihre Form zu erhalten. Ist zu wenig Flüssigkeit im interzellulären Raum, verschließen sich die Zellen und halten ihre Wasserreserven zurück. Dann können jedoch keine Abfallprodukte (z.B. freie Radikale) mehr aus der Zelle geschwemmt werden und wiederums ist Erschöpfung die Folge.

Bereits ein Flüssigkeitsverlust von 0,5% – 3%, bezogen auf’s Körpergewicht, macht sich bemerkbar. Erst tritt Durstgefühl auf, dann lässt die Konzentration etwas nach. Bei einem Verlust von 5% treten bereits Kopfschmerzen und Müdigkeit auf.
5 Prozent, das sind bei einem Menschen mit 70 kg bereits 3,5 Liter!
Diese Menge an Flüssigkeit geht zwar nicht auf einmal verloren, als ob man den Stöpsel aus dem Abfluss zieht, aber genau der kontinuierliche Verlust ist das Problem. Er macht sich erst bemerkbar, wenn wir unter den Symptomen leiden, im Extremfall versagen unsere Nieren und unser Kreislauf.

“Man kann die Erkenntnisse der Medizin auf eine knappe Formel bringen: Wasser, mäßig genossen, ist unschädlich!” – Mark Twain –

Wir Menschen sind keine Kakteen, wir können kein Wasser speichern, verlieren täglich aber um die 2 Liter Flüssigkeit über Atmung, Schweiß und Urin.
Daher müssen wir kontinuierlich trinken!

Tipps:

Beginne den Tag mit einem Glas Wasser, denn auch nachts verlieren wir einiges an Flüssigkeit über Atmung und Schwitzen.
Trinke kontinuierlich über den Tag verteilt, denn unser Körper kann nur ungefähr 150 ml / 15 Minuten aufnehmen.

Deinen Flüssigkeitsbedarf errechnest du ganz einfach: 0,3 Liter Wasser pro 10 kg Körpergewicht. Bei Hitze und körperlicher Aktivität auch gerne mehr!
Natürlich beinhaltet auch unsere Nahrung eine ganze Menge Flüssigkeit, was heißt: Mit 1,5 – 2 Litern Wasser am Tag sollte euer Bedarf gedeckt sein.

R.E.M. IST NICHT NUR EINE BAND!

Allgemein, Regeneration
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Wir Kinder der 80er Jahre verbinden mit R.E.M. eher „It’s The End Of the World As We Know It“ als mit erholsamem Schlaf. Damals brauchten wir den auch nicht! „I’ll Sleep When I’m Dead“ war das Motto.

Im Laufe der Jahre hat sich das verändert. Heute fühlen wir uns tot wenn wir nicht richtig geschlafen haben und daran leiden mehr Menschen als man glauben möchte.
Guter Schlaf ist lebensnotwendig und keine verschwendete Zeit.

Wie viel sollte man schlafen? Wann ins Bett gehen und mit wem? Ok, das ist Thema eines anderen Blogs, jedoch haben Forscher herausgefunden, dass die Uhrzeit, zu der wir Sex haben, unseren Schlaf positiv oder negativ beeinflussen kann…

Licht und die Hormone! 

Dass Licht irgendwas mit uns macht spüren wir alle, spätestens wenn der Herbst kommt und die Tage kürzer werden. In den Boulevard Blättern wird dann jedes Jahr von neuem die „Herbstdepression“ oder der „Winterblues“ erklärt und Dr. Feelgood gibt Ratschläge zur Vermeidung.
Seine Tipps: So viel Sonne, wie möglich, Tageslichtlampen oder Lichttherapie.

Licht also!

Unser circadianer Rhythmus, unser Wach-Schlaf-Rhythmus wird von Licht und unserer Epiphyse bestimmt. Nicht umsonst tragen die Menschen in Indien ein Tilaka, ein Segenszeichen, auf der Stirn, denn genau hinter dem „dritten Auge“ sitzt unsere Epiphyse. Es soll Kraft geben.
Die Epiphyse verwandelt Serotonin, unser Glücks- und Wachhormon, in Melatonin, unser Schlafhormon. Und zwar genau dann, wenn das Tageslicht verschwindet und es dunkel wird. Das blaue Licht verschwindet, der Himmel färbt sich rot, die Natur geht schlafen.
Nur wir Menschen nicht! Die Lichter gehen an, die Fernseher und sofern Du Serien liebst, läuft Netflix am Computer. Es soll sogar Menschen geben, die nachts vorm Bildschirm sitzen und arbeiten.
Das blaue Licht geht also nie aus, unser Himmel färbt sich niemals rot.

Hast Du Dich schon mal gefragt warum die Laternen im Park oft orange bis rötlich erscheinen? Einfache Antwort: Weil Du sicher, aber nicht hellwach nach Hause kommen sollst. Unsere Vorfahren sind nachts am Feuer gesessen. Farbe? Orange-rot, bernsteinfarben. Dieses Spektrum des Lichts signalisiert uns die Zeit zu ruhen.

Leider emittieren all unsere Bildschirme hauptsächlich blaues Licht und halten uns wach. Spätestens seit wir dem (noch am) natürlichsten Leuchtmittel, der guten alten Glühbirne, beraubt wurden, sitzen wir unter Energiesparlampen und LEDs.
Neuere Smartphones haben übrigens eine „Night Shift“- Funktion, mit der man das blaue Licht filtern kann. Der ganze Bildschirm erscheint dann rötlich. Wenn selbst Firmen wie Apple ein solches Feature vorinstallieren, dürfte etwas dran sein, an der Geschichte mit dem Licht.

Das heißt für uns: Wer Schwierigkeiten hat zu schlafen, der halte sich nach der Dämmerung so weit es geht von blauem Licht fern. Nicht direkt vom Fernseher ins Bett und dort noch schnell die letzten Nachrichten am Handy checken. Auch wenn Du nachts mal kurz das Schlafzimmer mit dem Badezimmer tauschen musst, halte Dich von hellen Lichtquellen fern. Ein kurzer (blauer) Lichtimpuls genügt und Deine Hypophyse schaltet die Melaninproduktion stumm. Macht Sinn, es ist doch eben die Sonne aufgegangen.

Tipps:

Bei Einschlafschwierigkeiten empfiehlt es sich schon die Zeit vor dem Zubettgehen in der Dämmerung zu verbringen. Licht dimmen, im Halbdunkel die Zähne putzen, die Sonne kommt erst am nächsten Morgen zurück. Da dafür mit voller Kraft. Vorhänge auf, die Sonne anlachen, alle Rezeptoren sollen spüren, dass die Nacht vorüber ist.