Intervall-Training gegen Stress!

Allgemein, Training

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Bei dem Begriff Intervall-Training denken bestimmt viele von Euch an HIIT (High-Intensive-Intervall-Training), das zurecht von vielen Trainern und Fitness-Centern als das perfekte und auch zeitsparende Rundum-Programm propagiert wird.
Allerdings hat man hier sofort das Bild eines intensives Zirkeltrainings mit allerlei Gerätschaft vor sich. Das dies gar nicht sein muss und man das Intervall-Training auch beim Joggen, Schwimmen oder Radfahren absolvieren kann ist vielleicht neu?

Ich sage Dir nicht, dass es leicht wird. Ich sage Dir, dass es sich lohnen wird. -Art Williams-

Die Art und Intensität der Trainingsintervalle ist natürlich sehr individuell und hängt stark vom momentanen Fitnesszustand ab. Ausserdem wäre es ratsam, sich einem Gesundheitscheck beim Arzt zu unterziehen, bevor man wild drauflos läuft! Die hohe Herzfrequenz beim Intervall-Training kann gerade für Untrainierte sehr anstrengend sein und birgt damit gewisse Gefahren.

Ich möchte mich jetzt aber auf die wissenschaftlich bewiesene Wirkung des Intervall-Trainings auf die Stressreduktion konzentrieren und gleich mal etwas Verwirrung schaffen:
Physische Anstrengung bedeutet für den Körper erstmal Stress. Dem entgegen steht, dass Bewegung unbedingt nötig ist, um den Cocktail an angestauten Stresshormonen wieder aus dem Körper zu bekommen. 😉 Ja was jetzt?

Entscheidend für eine gute Resilienz und Regenerationsfähigkeit ist die Stärke unseres parasympathischen Nervensystems, des Bremspedals in unserem Körper.
Die Fähigkeit, nach der Stressreaktion wieder zur Ruhe zu kommen, bestimmt unsere Stressresilienz.
Sehen wir uns als Beispiel mal den Verlauf der Pulsfrequenz beim Joggen an. Der Herzschlag steigt zu Beginn des Trainings kontinuierlich an und erreicht in den ersten Minuten eine relativ konstante Frequenz, bevor sie nach dem Training wieder fällt. Erst jetzt steigen wir auf die Bremse und geben unserem Parasympathikus das Kommando, das System herunterzufahren.

Beim Intervall-Training zeichnet sich eine völlig andere Kurve unserer Herzfrequenz ab. Der Wechsel zwischen hoher Belastung und Entlastungsphase, schickt den Herzschlag auf Berg- und Talfahrt. Und genau die Talfahrt ist es, die unser parasympathisches Nervensystem jedes mal auf’s Neue fordert, Herzschlag und Blutdruck runterzuregeln. Das stärkt und trainiert nicht nur unterschiedliche Muskelgruppen, sondern auch den Parasympathikus und damit unsere Regenerationsfähigkeit.
Wie bei so vielen Dingen im Leben, wirkt sich der Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung auf unser Wohlbefinden aus.
Aber Achtung! Das Kernstück dieser Trainingsform ist die Entlastungsphase, die von vielen Sportlern zu kurz gehalten wird. Es ist wichtig, dass die Pulsfrequenz nach der Belastungsphase wieder ihren Ausgangswert erreicht.

Das könnte etwa so aussehen:
Aufwärmphase -> Puls 120 bpm  I  Belastungsphase -> 160 bpm  I  Ruhephase -> 120 bpm

Durch die mehrmalige Aktivierung des Parasympathikus, kommt man auch nach dem Training schneller zur Ruhe. 2-3 kurze Intervalle am Ende des Workouts sind eventuell hilfreich, falls ihr nach einem späten Training schwer einschlafen könnt.

Tipps:

Zusätzlich zum allgemeinen Kraft- und Ausdauertraining, einmal pro Woche ein intensives Intervall-Training einplanen. Am besten am Wochenende, wenn ihr gut erholt seid!

Auch unsere Vorfahren haben Sprinten, Laufen und Gehen mit Tragen, Graben und Klettern verbunden und somit äusserst vielfältig “trainiert”!

Ihr stärkt damit euer vegetatives Nervensystem, gewinnt an Ausdauer und reduziert den Stress!

 

 

 

 

 

Wir lachen nicht mit Feinden!

Allgemein, Entspannung, Inspiration
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Photo by Ben White on Unsplash

Ich bin ja ehrlich gesagt kein großer Fan von Fasching und Verkleidungen.
Das liegt vielleicht daran, dass ich zu meiner aktiven Zeit als Schauspieler einmal 60 Vorstellungen von Pippi Langstrumpf innerhalb von nur 6 Wochen gespielt habe, inklusive 3 Kostümwechsel pro Aufführung!
Aber es hat großen Spaß gemacht und das Lachen der Kinder war jedes Mal auf’s Neue ansteckend, wie die Windpocken.

Darüber möchte ich heute schreiben:
Lachen ist ansteckend und gesund, das ist wissenschaftlich erwiesen!

“Gelotologie” (von griech. γέλως gélōs „Lachen) ist die Wissenschaft der Auswirkungen des Lachens. Sie beschäftigt sich mit den körperlichen und psychischen Aspekten des Lachens. – Wikipedia –

Was passiert in unserem Körper wenn wir lachen?
Wenn wir etwas lustig finden und zu lachen beginnen, werden in unserem Körper viele gesunde Vorgänge in Bewegung gesetzt und der Stresslevel sinkt.
Stress ist nichts anderes als der Alarmzustand des Körpers und Lachen vermittelt unserem Bewusstsein: Keine Gefahr in Verzug!

Unser parasympathisches Nervensystem wird aktiviert und eine Reihe von Botenstoffen folgen. Der Spiegel unseres Glückshormons Serotonin geht nach oben, der des Stresshormons Cortisol nach unten.
Da Serotonin zur Gruppe der Endorphine gehört, wirkt Lachen sogar schmerzlindernd.
Der Blutdruck fällt, die Atemfrequenz, und damit die Versorgung mit Sauerstoff, steigt und das Immunsystem wird aktiviert. Die Körperpolizei rückt mit der vollen Mannschaft aus (Gamma-Interferon, T-Lymphozyten, Antikörper…) und es wird sogar HGH, ein Wachstumshormon gebildet.

Die kurze Aktivitätssteigerung regt den Stoffwechsel also ordentlich an, und das Lachen verstärkt das positive Denken!
Klingt nicht schlecht, oder?

“Wir lachen nicht mit Feinden!”

Jetzt lasst uns mal zum Flirten kommen!
Was machen wir, wenn wir jemandem zum ersten Mal begegnen und großen Gefallen an dem finden, was wir da sehen?
Richtig, wir lächeln!
Manche machen das in einer nahezu hysterischen Art und Weise, aber immer noch besser als grimmig in den Raum zu blicken.

Wir lächeln uns an, die Damen legen dazu noch gerne den Kopf zur Seite, um ihre Schutzlosigkeit zu signalisieren und der Mann versucht die Frau zum Lachen zu bringen.

Wenn man die Singleportale so durchgeht, wird gerne Humor als wichtigste Eigenschaft beim Partner genannt. Gutaussehend und wohlhabend ist angeblich gar nicht so wichtig, es gibt also Hoffnung!

Da nur eine Minute Lachen so erfrischend sein soll, wie ein 45 minütiges Entspannungstraining, füge ich hier ein kurzes Video ein.
Baby Laughing https://www.youtube.com/watch?time_continue=37&v=RP4abiHdQpc

Noch ein paar Facts zum Weiterschmunzeln:

-Wenn wir unverhofft loslachen, erreicht die ausgestoßene Luft eine Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h. Nur beim Niesen  geht’s schneller.
-Wenn wir uns vor Lachen krümmen, können an die 100 Muskeln angespannt werden, alleine 18 im Gesicht.
-Im deutschsprachigen Raum gibt es an die 2000 Lachtherapeuten.
-Für alle Schwindler: Ein “echtes”Lächeln beginnt immer symmetrisch, beide Mundwinkel ziehen sich gleichzeitig nach oben.

Tipps:

Lächel soviel du kannst – auch wenn dir gar nicht danach ist!
Durch die Stellung der Gesichtsmuskulatur beim Lachen gibt der Nervus Trigeminus dem Körper das Kommando zur Entspannung. Die Botschaft an den Körper lautet ganz einfach: “Kein Feind in Sicht, Kampfbereitschaft einstellen!”

Für Führungskräfte und Eltern:
Seid euch eurer Vorbildwirkung bewusst! Ein gestresstes Alpha-Tier vermittelt seiner Herde ständige Gefahr und Alarmbereitschaft. Humor und ein ehrliches Lachen gibt Sicherheit und “strahlt” Souveränität aus!

Von Natur aus neugierig!

Allgemein, Inspiration

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“Muss das denn sein?” – dachte ich mir, als mein damals 4-jähriger Sohn wieder einmal eine (natürlich kompostierbare, mit Fairtrade-Biokaffee gefüllte) Kaffeekapsel zerlegte und das Kaffeepulver in der ganzen Küche verteilte, nachdem das Experiment mit der Wunderkerze in der Mikrowelle so gut geklappt hatte.

Neugier ist der Antrieb der Evolution!  vs.  “Curiosity Killed the Cat” 

Wenn ich Neugier als Voraussetzung für Anpassungsfähigkeit umschreibe, scheint bereits ein anderes Licht auf meine Eingangsfrage, ob Neugier wirklich sein muss. Und ja, Neugier muss sein, denn ohne sie wären wir heute alle nicht hier!

Vor ungefähr 70 bis 100 Millionen Jahren, als die ersten Säugetiere versuchten den Dinosauriern zu entkommen, war die Neugier zwar oft tödlich, aber die einzige Möglichkeit rauszufinden, wie Überleben funktioniert. Unsere Vorfahren begannen aus ihren selbst gemachten Erfahrungen zu lernen oder das Verhalten ihrer Artgenossen zu beobachten. Aufgrund der relativ großen Zahl Anzahl an Nachkommen, war der neugierige Verlust von ein paar Kollegen durchwegs zu verkraften. Man konnte also immer wieder ein Familienmitglied opfern und aus seinem Fehlverhalten lernen, ohne den Fortbestand der Herde zu riskieren. Neugier kann getrost als Grundverlangen von uns Säugetieren verstanden werden.

Zum Glück ist das menschliche Gehirn (bei den meisten von uns) heute soweit entwickelt, dass wir keine Nachkommen mehr opfern müssen. Allerdings ist es immer noch ratsam aus dem Fehlverhalten anderer zu lernen.

Und waren es nicht die Fressfeinde, so mussten wir uns im weiteren Verlauf der Evolution an eine sich ständig verändernde Umwelt anpassen. Neugier ist die Basis der Entwicklung und die Grundvoraussetzung jeglicher großer Innovation auf diesem Planeten. (Ob’s auf anderen Planeten auch so ist, wird wahrscheinlich keiner von uns je erfahren, außer Elon Musk!)

Ohne Mut und Selbstvertrauen ist Neugier fast unmöglich. Und genau da müssen wir ansetzen, bei unseren Kindern, in den Schulen, in Unternehmen und bei der Mitarbeiterführung.

Neugier ist ansteckend!

Der größte Feind der Neugier sind nämlich nicht (nur) die schlechten Erfahrungen an sich sondern die Angst, solche zu machen. Wie oft hat unser Verhalten wirklich zu lebensbedrohlichen Situationen geführt? Wie oft haben wir uns zu weit aus dem Fenster gelehnt? Während wir versuchen unseren Kindern die Sicherheit zu geben, dass ihnen nichts passieren kann, empfinden wir selbst die Gefahr als größer denn je zuvor. Auch wenn wir rational wissen, dass die Gefahren nicht real sind, lassen uns Horrorszenarien aus den Medien und Zukunftsangst schlecht schlafen.
Schlimmer noch: Wir verlieren unsere Neugier!
Und nochmal schlimmer: Wir werden zu ängstlichen Vorbildern für unsere Umwelt.

Tipps:

Erinnere dich daran, dass wir das Verhalten unserer Kollegen beobachten und beurteilen. Umgib dich mit einer positiven, angstfreien Herde!

“Wir sind der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen wir die meiste Zeit verbringen!” -Tony Robbins –

Muss die letzte Nachricht des Tages ein Bild des Schreckens aus der Tagesschau sein?
Lies’ stattdessen ein Kapitel aus der Biografie eines erfolgreichen Menschen.
Gehe mit positiven, motivierenden Gedanken ins Bett!

Egal wo du deine Neugier auslebst, im Beruf, bei deinen Hobbys, auf Reisen oder einfach beim Spielen. Neugier muss zur Routine werden!

Screensaver Confirmation

Allgemein, Life Hacks

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Seien wir uns mal ehrlich: Wie oft werfen wir einen kurzen, schnellen Blick auf unser Handy um zu sehen, ob eine lebensrettende Nachricht eingetroffen ist? Um zu sehen, wie spät es ist oder den nächsten Song unserer Playlist zu hören?

Laut einer Studie des US-Marktforschungsinstituts dscout entsperrt ein durchschnittlicher User sein Handy über 70 mal pro Tag.

Zumeist erscheint uns dann am Sperrbildschirm das Lieblingsbild unserer Kinder, des Hundes oder auch ein Urlaubs-Selfie mit unseren Liebsten.

Stell’ dir einmal vor, bei jeder Berührung des Bildschirms würde dir eine bestärkende Botschaft entgegenleuchten. Eine kurze Nachricht an dich selbst. Ein Satz, wie großartig und liebenswert du bist.
Klingt nicht schlecht, oder? Und beeinflusst ganz nebenbei dein Unterbewusstsein mit einer unglaublichen Kraft.

Früher wurde mir erzählt, die Musik im Supermarkt sei mit geheimen Botschaften versehen, die mich unbewusst dazu anregen sollen, ein bestimmtes Produkt zu kaufen. Als Kind konnte ich das immer gut als Ausrede für Süßigkeitenkäufe verwenden. “Keine Ahnung, wie die Smarties in die Einkaufstasche kommen. Das muss wohl wieder so eine versteckte Nachricht gewesen sein!”

Auch Filme wurden angeblich dazu missbraucht, politische Statements unters Volk zu bringen. Zumindest in Versuchen wurde immer eines der 24 Bilder pro Minute gegen einen Politslogan getauscht, um den Sehern anschließend Fragen zu politischen Themen zu stellen. Mit Erfolg!

Kurz, unser Unterbewusstsein sieht weitaus mehr, als unser Bewusstsein.
Warum also diese Möglichkeit der Manipulation nicht positiv nutzen?

Ich habe mir angewöhnt, den Home-Bildschirm meines Handys alle paar Wochen mit einem neuen ‘Satz an mich selbst’ zu versehen. Im Moment steht da in dicken Buchstaben: “ICH BIN WERTVOLL!”
Aber auch so Sätze wie “ICH BIN FREI!” oder “SEI NEUGIERIG”! gab’s auf meinem gesprungenen Display schon zu lesen. So einfach es auch ist, die unbewusste Wirkung dieses kleinen Lifehacks ist unglaublich.

Tipp:

Schreibe eine positive Bestärkung in angenehmer Schrift und Größe in einem Word-Dokument nieder. Speicher das ganze als PDF und schicke dir die Botschaft auf’s Handy. Wähle das PDF als Hintergrundbild und freue dich über 70 mal pro Tag über die wunderbare Botschaft an dich selbst.

P.S.: Apropos versteckte Nachrichten: Wer noch alte Schallplatten zuhause hat, sollte einmal “Stairway To Heaven” von Led Zeppelin oder “Another One Bites The Dust” von Queen rückwärts laufen lassen. Angeblich gibt es da die versteckten Worte “Oh, here’s to my sweet satan” oder “it’s fun to smoke marihuana” zu hören. Viel Spaß!

Lemon Water

Allgemein, Life Hacks
melissa-walker-horn-483814-unsplashPhoto by Melissa Walker Horn on Unsplash

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass du nachts Gewicht verlierst?
Stell’ dich vor dem Schlafengehen auf die Waage und wiederhole das am Morgen bevor du etwas zu dir genommen oder von dir gegeben hast. Sprechen ist natürlich erlaubt!
Du wirst bis zu einem halben Kilogramm leichter sein als am Abend zuvor!
Das liegt daran, dass wir nachts viel Flüssigkeit über Schwitzen und Atmung verlieren.
Um die “Dürre der Nacht” zu beenden, ist das morgendliche Glas Wasser bei vielen von uns schon zur Routine geworden.

Nütze die besondere Kraft der Zitrone um noch besser in den Tag zu starten.
Zitronenwasser ist äusserst gesund. Es ist basisch (die sauer schmeckenden Fruchtsäuren werden im Körper schnell abgebaut, die basischen Mineralstoffe bleiben zurück), stärkt die Darmflora, fördert die Verdauung und wirkt sogar entzündungshemmend. In Reinigungsmitteln wird die antibakterielle Wirkung der Zitrone nicht umsonst zur natürlichen Desinfektion verwendet.
Ausserdem stärkt die Zitrone das Immunsystem und kämpft durch ihren Reichtum an Vitamin C erfolgreich gegen freie Radikale.

Tipp:

Trinke nach dem Aufstehen ein großes Glas Wasser mit dem Saft einer halben (Bio-) Zitrone. Falls du es süßer magst, kannst du gerne etwas Honig dazugeben. Auch ist es für den Magen oft angenehmer, am Morgen warmes Wasser zu trinken.
Aber Vorsicht: Das Zitronenwasser eignet sich nicht als Tee! Ab einer Temperatur von ungefähr 40 Grad verlieren Zitrone und Honig viele Inhaltsstoffe und daher auch ihre positive Wirkung.

R.E.M. IST NICHT NUR EINE BAND!

Allgemein, Regeneration
hernan-sanchez-160709-unsplashPhoto by Hernan Sanchez on Unsplash

Wir Kinder der 80er Jahre verbinden mit R.E.M. eher „It’s The End Of the World As We Know It“ als mit erholsamem Schlaf. Damals brauchten wir den auch nicht! „I’ll Sleep When I’m Dead“ war das Motto.

Im Laufe der Jahre hat sich das verändert. Heute fühlen wir uns tot wenn wir nicht richtig geschlafen haben und daran leiden mehr Menschen als man glauben möchte.
Guter Schlaf ist lebensnotwendig und keine verschwendete Zeit.

Wie viel sollte man schlafen? Wann ins Bett gehen und mit wem? Ok, das ist Thema eines anderen Blogs, jedoch haben Forscher herausgefunden, dass die Uhrzeit, zu der wir Sex haben, unseren Schlaf positiv oder negativ beeinflussen kann…

Licht und die Hormone! 

Dass Licht irgendwas mit uns macht spüren wir alle, spätestens wenn der Herbst kommt und die Tage kürzer werden. In den Boulevard Blättern wird dann jedes Jahr von neuem die „Herbstdepression“ oder der „Winterblues“ erklärt und Dr. Feelgood gibt Ratschläge zur Vermeidung.
Seine Tipps: So viel Sonne, wie möglich, Tageslichtlampen oder Lichttherapie.

Licht also!

Unser circadianer Rhythmus, unser Wach-Schlaf-Rhythmus wird von Licht und unserer Epiphyse bestimmt. Nicht umsonst tragen die Menschen in Indien ein Tilaka, ein Segenszeichen, auf der Stirn, denn genau hinter dem „dritten Auge“ sitzt unsere Epiphyse. Es soll Kraft geben.
Die Epiphyse verwandelt Serotonin, unser Glücks- und Wachhormon, in Melatonin, unser Schlafhormon. Und zwar genau dann, wenn das Tageslicht verschwindet und es dunkel wird. Das blaue Licht verschwindet, der Himmel färbt sich rot, die Natur geht schlafen.
Nur wir Menschen nicht! Die Lichter gehen an, die Fernseher und sofern Du Serien liebst, läuft Netflix am Computer. Es soll sogar Menschen geben, die nachts vorm Bildschirm sitzen und arbeiten.
Das blaue Licht geht also nie aus, unser Himmel färbt sich niemals rot.

Hast Du Dich schon mal gefragt warum die Laternen im Park oft orange bis rötlich erscheinen? Einfache Antwort: Weil Du sicher, aber nicht hellwach nach Hause kommen sollst. Unsere Vorfahren sind nachts am Feuer gesessen. Farbe? Orange-rot, bernsteinfarben. Dieses Spektrum des Lichts signalisiert uns die Zeit zu ruhen.

Leider emittieren all unsere Bildschirme hauptsächlich blaues Licht und halten uns wach. Spätestens seit wir dem (noch am) natürlichsten Leuchtmittel, der guten alten Glühbirne, beraubt wurden, sitzen wir unter Energiesparlampen und LEDs.
Neuere Smartphones haben übrigens eine „Night Shift“- Funktion, mit der man das blaue Licht filtern kann. Der ganze Bildschirm erscheint dann rötlich. Wenn selbst Firmen wie Apple ein solches Feature vorinstallieren, dürfte etwas dran sein, an der Geschichte mit dem Licht.

Das heißt für uns: Wer Schwierigkeiten hat zu schlafen, der halte sich nach der Dämmerung so weit es geht von blauem Licht fern. Nicht direkt vom Fernseher ins Bett und dort noch schnell die letzten Nachrichten am Handy checken. Auch wenn Du nachts mal kurz das Schlafzimmer mit dem Badezimmer tauschen musst, halte Dich von hellen Lichtquellen fern. Ein kurzer (blauer) Lichtimpuls genügt und Deine Hypophyse schaltet die Melaninproduktion stumm. Macht Sinn, es ist doch eben die Sonne aufgegangen.

Tipps:

Bei Einschlafschwierigkeiten empfiehlt es sich schon die Zeit vor dem Zubettgehen in der Dämmerung zu verbringen. Licht dimmen, im Halbdunkel die Zähne putzen, die Sonne kommt erst am nächsten Morgen zurück. Da dafür mit voller Kraft. Vorhänge auf, die Sonne anlachen, alle Rezeptoren sollen spüren, dass die Nacht vorüber ist.

SURVIVAL OF THE HAPPIEST!

Allgemein, Inspiration
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Auch wenn der Jahresanfang für viele nur den Wechsel einer Zahlenkombination im Datum darstellt, birgt die ruhige Zeit für mich die Chance zur Reflektion und es entsteht die Motivation zu etwas Neuem. Bei mir ist dies der Start eines lang gehegten Traumes, meines eigenen Blogs, dem “Superhero Retreat”!

Zum hoffentlich perfekten Start in ein wunderbares 2019 möchte ich dir ein paar Gedanken zu deinen Gewohnheiten mitgeben, denn der Großteil der positiven Vorsätze für’s neue Jahr schafft es nicht einmal in den Februar.

“Die meisten Menschen überschätzen, was sie in einem Jahr und unterschätzen, was sie in zehn Jahren erreichen können.” – Bill Gates –

Seit über 2 Millionen Jahren wird jeder Mensch mit einer vorinstallierten Überlebenssoftware geboren, die unser Gehirn ständig dazu anhält, nach Dingen zu suchen, die gerade falsch laufen. Das Prinzip macht Sinn: Wenn der Säbelzahntiger ums Lager schleicht, könnte es tödlich sein, sich mit den Schönheiten des Lebens zu beschäftigen. Unser Gehirn strebt nicht nach Zufriedenheit und Lebensfreude, sondern einzig und allein danach, dem Tod von der Schaufel zu springen.
Jedes mal, wenn du dir vornimmst nach Glück zu streben, wird dir dein Stammhirn erwidern, es heißt “Survival of the Fittest” und nicht “Survival of the Happiest”.
Unsere Träume verwirklichen sich nicht von selbst, ebenso wie wir nicht im Lotto gewinnen ohne einen Lottoschein zu kaufen. Wenn man lange Jahre in eine Richtung gedacht hat, bedarf es sehr viel Arbeit, diese Gehirnautobahnen zu verlassen und neue zu bauen, sehr viel Arbeit!

Die Macht der Wiederholung

Lernen basiert auf Training und Wiederholung. Stellen wir mal den (biologisch natürlich vollkommen falschen) Vergleich an, Nervenverbindungen verhalten sich wie Muskeln. Training lässt den Bizeps wachsen, Routinen die Gedankenautobahnen.
Wenn wir den negativen, gefährlichen, einst überlebensnotwendigen Gedanken nicht aktiv entgegenwirken, werden sie ihre Macht über unsere Lebenseinstellung nicht verlieren. Wir sollten also schnellst möglich beginnen, unsere Energie und Aufmerksamkeit den positiven Erlebnissen zu schenken und so unseren Wünschen auf die Sprünge zu helfen.

Route 66 , oder warum die Umsetzung so schwer fällt!

Unser Gehirn ist ein Gewohnheitstier, das gerne auch als Schweinehund verunglimpft wird. Wie schon erwähnt, ist jedes unserer Verhaltensmuster lange trainiert, auch wenn wir uns an die Trainingseinheiten meist nicht mehr erinnern, weil sie schon lange zurückliegen.
Seien wir doch mal ehrlich. Wir fassen einen Entschluss, überwinden vielleicht sogar den Schweinehund, aber jetzt soll’s schnell gehen. Nur schnell geht auf Verhaltensebene gar nichts! Wir lernen über Wiederholungen und nach neuesten Studien braucht es 66 davon, bis z.B. die morgentlichen 30 Liegestützen zur Routine geworden sind.
Das Zauberwort, zusammengesetzt aus Gehirnautobahn und Wiederholungszahl, heißt also Route 66!

Tipps:     

Tagebuch und Gewohnheitstracker

“Motivation lässt dich loslegen. Die Gewohnheit lässt dich weitermachen” – J. Rohn –

Schreibe als erste Tat des Tages 3 Dinge nieder, auf die du dich freust und bringe als letzte Aktivität des Tages 3 Dinge zu Papier, für die du dankbar bist. Mache es zur Routine und lass’ dich von der Kraft der positiven Gedanken überraschen.

‘Gewohnheitstracker’ meint eine Liste, auf der du Geschafftes sichtbar machst.
✔ 10.000 Schritte gemacht, ✔ keinen Alkohol getrunken, ✔ …
Dein Gehirn kann dadurch deine Erfolge begreifen und dankt dir deine Hartnäckigkeit mit Dopamin. Außerdem wirfst du deine sichtbar durchgehaltene Routine nicht so leicht über Board. Probier’s aus!